Großbrand, Dachstuhlbrand (Einsatz Nr. 59 / 2009) [Foto] [Video]

Einsatzart: Großbrand, Dachstuhlbrand
Alarmzeit: 03.07.2009 - 16:28 Uhr
Einsatzort: Ditzingen, Georgstraße
Eingesetzte Kräfte:
Abt. Ditzingen Kdow (1-1), LF 20/16 (1-8),LF 16 (1-7), DLK (1-1)

Pressemitteilung: Ein schweres Unwetter hat am Freitagnachmittag für einen Ausnahmezustand in Ditzingen und Umgebung gesorgt. Nach den stärksten Niederschlägen seit Jahrzehnten standen unzählige Keller, Tiefgaragen und Unterführungen teilweise meterhoch unter Wasser. Ein Blitzschlag setzte den Dachstuhl eines Wohnhauses in der Georgstraße in Flammen.
Zum ersten Hochwassereinsatz wurde die Feuerwehr während der sintflutartige Regenfälle um 16:13 Uhr alarmiert. Noch während der Disposition der anstehenden Einsätze entdeckten zwei Feuerwehrangehörige nur 100 Meter vom Gerätehaus entfernt starke Rauchentwicklung an einem Wohngebäude. Sofort rückte der Löschzug mit 18 Mann und vier Fahrzeugen aus. Beim Eintreffen der Kräfte brannte der Dachstuhl in voller Ausdehnung, die 81jährige Bewohnerin wurde gerade durch Nachbarn in Sicherheit gebracht. Zwei Trupps bekämpften die Flammen im Innenangriff, über die Drehleiter unterstützte ein weiterer Trupp von außen. Bei strömendem Regen war der Brand nach 25 Minuten unter Kontrolle, ein Übergreifen auf das Obergeschoss wurde verhindert. Für Nachlöscharbeiten waren weitere Atemschutztrupps bis gegen 19 Uhr im Einsatz. Mithilfe der Wärmebildkamera lokaliserten sie mehrere Brandnester und löschten diese gezielt ab.
Zu einer gefährlichen Situation kam es, als ohne Kenntnis der Einsatzkräfte die Stromversorgung des Gebäudes durch den Energieversorger wieder eingeschaltet wurde. Die drei im Dachstuhl arbeitetenden Feuerwehrmänner flüchteten unversehrt zu einer Giebelwand und mussten von dort über die Drehleiter in Sicherheit gebracht werden. Aufgrund der unzähligen Schadensstellen in der Region konnte der Energieversorger erst nach diesem Zwischenfall einen Mitarbeiter zur Brandstelle schicken und das Gebäude definitiv stromlos schalten. Der entstanden Brandschaden liegt nach ersten Schätzungen bei über 100.000 Euro.
Während des vierstündigen Löscheinsatzes kämpften insgesamt 9www.feuerwehr-ditzingen.de/allen Ortsteilen mit unzähligen Pumpen gegen die verheerenden Überschwemmungen. Der normal 50 Zentimeter breite Lachgraben wurde zu einem 30 Meter breiten Strom und setztwww.feuerwehr-ditzingen.de/häuser unter Wasser. Hoher Schaden entstand in Tiefgaragen in der Weilimdorfer und Ditzenbrunner Straße, wo insgesamt 15 Fahrzeuge mehr als einen Meter hoch unter Wasser standen. Über 70 Hochwassereinsätze galt es am Abend zu bewältigen. Zur Abarbeitung der größeren Schadensstellen waren Feuerwehr bis gegen 3 Uhr im Einsatz.

03.07.2009

Weitere Informationen

Fotos und Video zum Brandeinsatz am 03. Juli 09

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