Gefahrguteinsatz, Gewässerverunreinigung (Einsatz Nr .134 / 2007) [Foto]

Einsatzart: Gefahrguteinsatz, Gewässerverunreinigung
Alarmzeit: 23.11.2007 - 17:02 Uhr
Einsatzort: D-Schöckingen, Am Döbach
Eingesetzte Kräfte:
Abt. Ditzingen Kdow (1-2), LF 20-16 (1-8), RW (1-2), GW-T (1-2)
Abt. Heimerdingen LF 16-12 (1-8)
Abt. Schöckingen LF 8-6 (1-5), MZF (1-5)

Pressemitteilung: Das Alarmstichwort „Gewässerverunreinigung in Schöckingen“ sorgte am Freitagabend um 17:02 Uhr für einen Großalarm bei der Ditzinger Feuerwehr. Ein Radfahrer meldete eine starke Rotfärbung des Döbachs im Bereich der Schöckinger Waldhütte und der Einmündung in die Glems. Bei ihrem Eintreffen bestätigten Polizei und Feuerwehr die Alarmmeldung, das Wasser des Rinnsals zeigte eine deutliche Rotfärbung. Heizöl, Farbe oder giftige Abwässer? Eine rasche Antwort musste zum Schutz der Umwelt gefunden werden.
Die Einsatzkräfte kontrollierten das Gewässer auf einer Länge von zwei Kilometern, offensichtlich entstand die Verunreinigung im Ortsteil Heimerdingen. Und schon nach wenigen Minuten hatte das nächtliche Farbenspiel einen Namen: starke Wasserkontamination mit Betanin-Glykosid! So schrecklich das klingt, so harmlos war es letztendlich. Beim Betanin-Glykosid handelt es sich um den Naturfarbstoff der Roten Rübe und von diesen Rüben hatte die Heimerdinger Firma für Frucht- und Gemüsesäfte am Freitag reichlich leckeren Saft produziert. Nach der Nassreinigung des Betriebes gelangten Saftreste in die Kanalisation und vom voll gelaufenen Regenüberlaufbecken schließlich in das Oberflächengewässer. Anstelle einer Gefährdung durch Gift gab es für die Fische in der Glems gesundes Vitamin B, Eisen und Folsäure im Überfluss.
Für 40 Einsatzkräfte lautete die Moral der Geschichte:
Ist das Döbach-Wasser rot
Sind die Fische nicht in Not.
Sie schwimmen und sie schöpfen Kraft
im Heimerdinger Rübensaft.

23.11.2007

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