Tierrettung, Katze in Drainagerohr (Einsatz Nr. 132 / 2009) [Foto] [Video]

Einsatzart: Tierrettung, Katze in Drainagerohr
Alarmzeit: 01.08.2009 - 14:36 Uhr
Einsatzort: D-Hirschlanden, Heimerdinger Straße
Eingesetzte Kräfte:
Abt. Ditzingen Kdow (1-1), LF 20/16 (1-8), RW (1-2), DL 30 (1-2)
Abt. Hirschlanden, TLF 16 (1-5), LF 8 (1-6)

Pressemitteilung: Im Stundenrhythmus rückte die Ditzinger Feuerwehr am Samstagnachmittag zu drei Einsätzen aus. Während die Tätigkeiten bei einem überfluteten Keller und einem Böschungsbrand an der Autobahn unspektakulär und routiniert abliefen, gelang die Rettung einer Katze nur durch Geschick und Improvisation.
Beim Spaziergang auf einem Fußweg zwischen Heimerdinger Straße und dem Gewann Auf der Leiter hörte ein Passant gegen 14:30 Uhr das Miauen einer Katze. Beim Nachschauen entdeckte er ein 30 Zentimeter breites Loch, aus der Tiefe hörte er die leisen Laute einer Katze. Von dem Tier war nichts zu sehen, über Notruf verständigte er daraufhin die Feuerwehr. Beim ersten Erkunden entdeckten die Einsatzkräfte in dem 3,5 Meter tiefen, senkrecht ins Erdreich eingebrachten Drainagerohr das geschwächte Tier. Ein Einstieg zur Rettung oder ein seitlicher Zugang zu dem Rohr war nicht möglich. Vorsichtig eingebrachte Holzstangen und mit Seilen herabgelassene Eimer sollten der Katze eine Selbstrettung ermöglichen. Die Versuche schlugen fehl, auch im benachbarten Supermarkt besorgtes Katzenfutter reichte nicht als Ansporn für eine rettende Kletteraktion.
Aufgeben? Zuwarten? Langsames Fluten des Rohres und hoffen, dwww.feuerwehr-ditzingen.de/h über Wasser hält? Keine der überlegten Alternativen überzeugte. www.feuerwehr-ditzingen.de/
Während man mit einem eingebrachten Kletterbalken auf die Zeit hoffte, entdeckte ein Feuerwehrmann im Gerätehaus Hirschlanden eine Müllgreifzange. Nach dem Vorbild der mikroinvasiven Chirurgie könnte doch dieses Gerät zum Erfolg führen, so dachte Abteilungskommandant Dieter Stefan. Einsatzkräfte befestigten den Greifer an einer vier Meter langen Holzstange, banden eine Feuerwehrleine an den Handgriff und starteten die „Operation Katze“. Behutsam platzierten sie den Greifer am Nacken des Tieres, durch Zug an der Feuerwehrleine schlossen sie vorsichtig die Greifarme und zogen die Holzstange nach oben. Wenige Augenblicke später war die Katze gerettet! Geschwächt und mit Schlamm getränktem Fell lag das Tier in den Armen seiner Retter. Verletzungen waren nicht erkennbar, vermutlich lag die Katze schon tagelang in dem modrigen Gefängnis. Polizeibeamte brachten sie in ein Tierheim. Die Feuerwehren aus Ditzingen und Hirschlanden waren mit sechs Fahrzeugen und 29 Mann im Einsatz.

01.08.2009

Weitere Informationen

Fotodokumentation der Katzenrettung
kleines Missgeschick bei Videodokumentation der Katzenrettung

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