Offener Dachstuhlbrand

Offener Dachstuhlbrand

24.04.1987

In der Siemensstraße schlugen gestern kurz nach 17 Uhr Anwohner Alarm. Aus dem Dachstock eines dreigeschossigen Wohn- und Lagerhauses in der Siemensstraße 14 quollen dicke Rauchschwaden. Wenige Minuten später traf die Ditzinger Feuerwehr mit allen sechs verfügbaren Einsatzfahrzeugen am Brandort ein. Verstärkung erhielten die Ditzinger Wehrmänner aus der Nachbarstadt Gerlingen, die Einsatzleiter Kurt Maurer mit ihrer neuen Drehleiter gleich zu Beginn des Einsatzes anforderte.

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Nach einem umfassenden Innenangriff und der Brandbekämpfung über die Wenderohre der beiden Drehleitern konnte gegen 17:30 Uhr bereits „Feuer unter Kontrolle“ gemeldet werden. Zu diesem Zeitpunkt stand für Ditzingens Feuerwehrkommandant Kurt Maurer und seinen Gerlinger Kollegen Siegfried Wagner fest: Menschen wurden bei dem Dachstuhlbrand nicht verletzt. Dabei konnte beim Eintreffen der 30 Ditzinger Wehrleute am Brandort nicht ausgeschlossen werden, dass sich keine Hausbewohner mehr in dem Gebäude befanden.
Schließlich hatte ein Hausbewohner den anrückenden Feuerwehrleuten aufgergt erklärt, er habe aus den oberen Stockwerken Schreie gehört. Dies stellte sich jedoch als nichtig heraus. Trotz des raschen Einsatzes der Feuerwehren konnte nicht verhindert werden, dass zwei Dachwohnungen völlig zerstört wurden.
Acht Mann begaben sich zum Innenangriff mit vier Rohren in das Gebäude, sie waren durch ausströmendes Gas und Hitzestrahlung einem hohen Risiko ausgesetzt. Herabfallende Ziegel gefährdeten die Einsatzkräfte zusätzlich und beschädigten außerdem einen vor dem Gebäude geparkten Personenwagen. Wieviele der insgesamt 30 Wohnungen bei dem Brand in Mitleidenschaft gezogen wurden, stand zunächst noch nicht fest. Der Sachschaden beträgt vermutlich mehr als 100.000 Mark. Die Brandursache ist noch unbekannt.
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