Flammenmeer auf der Autobahn
26.03.1998
Ein LKW-Unfall mit nachfolgendem Brand erforderte am 26. März 1998 einen dreistündigen Großeinsatz der Ditzinger Wehr. Kurz vor der Autobahnausfahrt Stuttgart-Zuffenhausen prallte der 53jährige Fahrer eines Sattelzuges mit seinem Fahrzeug zunächst gegen einen defekten LKW auf der Standspur. Wie durch ein Wunder blieb er unverletzt und konnte sich selbst aus dem schwerst demolierten Führerhaus der Zugmaschine befreien.
Zurück zur EinsatzübersichtKurz nach dem Aufprall fing das Fahrzeug Feuer, der aufgerissene Kraftstofftank sorgte dabei für eine rasend schnelle Ausbreitung der Flammen. Öl und Dieselkraftstoff verteilte sich auf die Fahrbahn. Ein massiver Löscheinsatz mit Schaum und Wasser verhinderte die weitere Brandausbreitung, drei Tanklöschfahrzeuge transportierten hierfür 9000 Liter Wasser zur Einsatzstelle.
Erst nachdem sechs Mann unter schwerem Atemschutz das Feuer gelöscht hatten, konnte mit einem Umpumpen des verbleibenden Dieselkraftstoffes in bereitgestellte Fässer begonnen werden. Auf eine Länge von 150 Meter musste Diesel und Motorenöl abgebunden werden, fünf Kubikmeter verschmutztes Erdreich entsorgte eine Spezialfirma. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf 275.000 DM.
Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, bis in die Abendstunden stauten sich die Fahrzeuge auf eine Länge von 10 Kilometern. Sechs Feuerwehrfahrzeuge und 21 Wehrmänner befanden sich im Einsatz, ein Fahrzeug aus Münchingen unterstützte die Löscharbeiten. Ein Feuerwehrmann zog sich bei den Löscharbeiten leichte Verletzungen zu und kam zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus.