Baukran droht umzustürzen

Baukran droht umzustürzen

29.10.1998

Herbststürme sorgten am 29. Oktober 1998 für einen nicht alltäglichen Einsatz bei den Feuerwehren Ditzingen und Hirschlanden. In der Hirschlander Vogelsangstraße drohte ein Baukran auf einen Neubau zu stürzen. Zufällig beobachtete der in Hirschlanden wohnende Kranfahrer, dass sich der Kran neigte. Schuld war nicht Sturmtief „Xylia“ allein. Der Kran stand mit zwei seiner vier Stützen auf weichem Untergrund, mit den beiden anderen auf Asphalt. Der vom Regen aufgeweichte Lehmboden hatte unter dem Gewicht des Kranes nachgegeben, so erklärte Feuerwehrkommandant Gerhard Schaible die Ursache für das Kippen. Xylia zerrte zusätzlich mit aller Kraft am Ausleger, so dass dieser sich bedenklich neigte.

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Der Kranfahrer verständigte die Feuerwehr und den Bauunternehmer. Die freiwilligen Helfer stützten den Kran an der tiefer liegenden Seite mit hydraulischen Stützen ab, die ein weiteres Absacken im matschigen Boden verhindern sollten. Zur zusätzlichen Sicherung dienten kräftige Stahlseile.
Die Stahlseile fixierten den Mast auf halber Höhe. Die Drehleiter brachte zwei Feuerwehrmänner in der entsprechenden Höhe an den Mast heran. Die Winden der Einsatzfahrzeuge zogen die Seile leicht an. Bis zum Eintreffen des großen Transportkrans der Baufirma, mit dem der kippgefährdete kleine Kran noch am Nachmittag abgebaut wurde, blieb er auf diese Weise gesichert.
Währenddessen konnte nun die stürmische "Xylia" am Masten zerren und reißen, so viel sie wollte. Gerhard Schaible vermutete, dass der Kran leicht auf den Neubau hätte kippen können. Die Maßnahmen der Feuerwehr konnten dies aber bis zum Eintreffen des Bauunternehmers verhindern.