Auslaufende Essigsäure
14.09.1990
Mehr als eine Stunde lang musste die Bundesstraße 295 zwischen Ditzingen und Weilimdorf gesperrt werden, weil aus einem Lastwagen Säure auf die Fahrbahn tropfte. Auf dem mit Chemikalien beladenen Lkw war ein Behälter mit Essigsäure leckgeschlagen. Der 31 Jahre alte Fahrer des 16-Tonners hatte während der Fahrt bemerkt, dass von der Ladefläche Flüssigkeit tropfte und hielt daher aus Richtung Ditzingen kommend kurz nach der Stuttgarter Gemarkungsgrenze an. Augenblicke später trafen dann auch die von einem Autofahrer alarmierten Beamten des Weilimdorfer Reviers ein.
Zurück zur EinsatzübersichtDa der Lastwagen außer einer Tonne 60prozentiger Essigsäure auch zwei Tonnen Perchloräthylen geladen hatte und zunächst nicht bekannt war, inwieweit die Plastikkanister mit dem Gefahrgut beschädigt waren, wurden die Berufsfeuerwehr Stuttgart und die Freiwillige Feuerwehr Ditzingen alarmiert, die mit Schutzkleidung die Ladung bargen und die ausgelaufene Essigsäure abbanden. Glücklicherweise waren keine weiteren Behälter beschädigt worden. Wie sich herausstellte, war ein Kanister mit 100 Litern Essigsäure leckgeschlagen, der von den Feuerwehrleuten in Spezialbehälter umgefüllt wurde.
Auch die Ursache für den Vorfall wurde bald gefunden. Die Ladung war nämlich mangelhaft gesichert und hatte sich während der Fahrt verschoben, ein Metallgreifer sich in den Boden eines der Essigsäure-Kanister gebohrt. Nach der Bergung des Gefahrguts wurde der Verkehr um 8.30 Uhr wieder freigegeben und der Laster auf dem Waschplatz einer Ditzinger Spezialfirma gründlich gereinigt.