Verkehrsunfall mit drei LKW
11.12.1986
Bei dichtem Nebel kam es gestern früh auf der Autobahn A 81 kurz nach der Anschlußstelle Ditzingen in Richtung Leonberg erneut zu.
einer Unfallserie mit schrecklichen Folgen. Zwei Menschen wurden lebensgefährlich verletzt, als sich nach mehreren Auffahrunfällen drei Lastzüge ineinander verkeilten. Zwei LKW-Fahrer erlitten schwere Verletzungen. Den Sachschaden beziffert die Polizei auf mehr als 120.000 Mark.
Zurück zur EinsatzübersichtPolizei, Rettungssanitätern und den Helfern der Freiwilligen Feuerwehren Leonberg und Ditzingen bot sich auf der A 81 an der Unfallstelle kurz nach acht Uhr ein grausiges Bild. Im Nebel waren drei Lastzüge schwer verunglückt. Dabei waren die Fahrerhäuser zum Teil so stark eingedrückt worden, dass es den Feuerwehrmännern nur mit Hilfe von Seilwinden und Rettungsscheren gelang, zwei eingeklemmte Lastwagenfahrer zu befreien. Beide wurden nach Angaben der Ditzinger Autobahnpolizei lebensgefährlich verletzt, wobei einem Lkw-Fahrer ein Bein abgetrennt wurde.


Zu dem Unfall war es nach Polizeiangaben gekommen, als ein Kleinlastwagen auf einen Lastzug auffuhr, dessen Fahrer versucht hatte, sein Fahrzeug auf dem rechten Standstreifen abzustellen. Ein nachfolgender Sattelzug erkannte die Gefahr offensichtlich rechtzeitig und konnte sein Fahrzeug abbremsen. Weniger aufmerksam war dagegen ein Fahrer eines weiteren Lastzuges, der auf den Sattelzug auffuhr. Dabei wurde der Sattelzug auf den Kleinlastwagen geschoben. Besonders heftig war der Aufprall aufgrund der schweren Stahlrohr-Ladung des vierten Lastwagens.
Dichter Nebel als Grund für die Unfallserie scheidet nach Angaben der Autobahnpolizei aus. Immerhin, so teilte ein Sprecher der Ditzinger Autobahnpolizei gestern mit, habe die Sichtweite wenigstens 100 Meter betragen. Ignoriert wurde von den Fahrern der Lastzüge offenbar die eingeschaltete Stauwarnanlage unmittelbar vor dem Ort des Unfallgeschehens.
Unterstützung erhielt die Ditzinger Feuerwehr bei den umfangreichen Bergungsarbeiten von der Freiwilligen Feuerwehr Leonberg, die mit einem Vorausgerätewagen und einem Rüstfahrzeug an der Unfallstelle eintraf, sowie von der Stuttgarter Berufsfeuerwehr, die einen Spezial-Kranwagen zur Unfallstelle beordert hatte.
Schwerstarbeit hatten Polizei, Sanitäter und Feuerwehrmänner fast den ganzen Vormittag über zu leisten. Dabei herrschte lange Zeit Unklarheit darüber, wieviele Personen sich in den eingedrückten Fahrerhäusern befanden. Auf der A 81 staute sich der Verkehr sechs, Kilometer lang bis zur Anschlußstelle Zuffenhausen.
Leonberger Kreiszeitung