Salpetersäure und Natronlauge ausgelaufen
Dienstag, 19. Dezember 2006 - 20:16 Uhr
Auslaufende Salpetersäure erfordert am Dienstagabend einen Großeinsatz der Ditzinger Feuerwehr. Etwa 50 Liter der ätzenden Flüssigkeit waren kurz nach 20 Uhr in einem Metall verarbeitenden Betrieb in der Johann-Maus-Straße ausgelaufen. Als Firmenmitarbeiter die ausgelaufene Säure mit einer Lauge neutralisieren wollten, entstand eine Wolke mit ätzenden Dämpfen (nitrose Gase). Die Dämpfe aktivierten die automatischen Brandmeldeanlage und lösten um 20:16 Uhr eine Alarmierung der Feuerwehr aus. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte konnte das Chemikalienlager des Betriebes wegen der ätzenden Gase nicht betreten werden. Feuerwehrangehörige in Chemikalienschutzanzügen beseitigten die ausgelaufenen Flüssigkeiten und neutralisierten sie mit einem Bindemittel. Eine spezielle Absaugeinrichtung entfernte die giftigen Dämpfe. Erst nach mehr als zweistündigen Einsatzmassnahmen konnte der Raum wieder für Firmenmitarbeiter freigegeben werden. Personen kamen bei dem Chemieunfall nicht zu Schaden, der mit 12 Kräften ausgerückte Rettungsdienst brauchte nicht tätig zu werden. Die Ditzinger Feuerwehr war mit acht Fahrzeugen und 36 Kräften vor Ort.


Alarmeingang über Brandmeldeanlage, Auslösung eines Rauchmelders im Untergeschoss
Vorbereitung des CSA-Einsatzes
Der erste CSA-Trupp erhält seinen Auftrag
Die ausgelaufene Flüssigkeit kann mit einem firmeneigenen Spezialsauger abgesaugt werden.
Erste Grobdekontamination im gesicherten Bereich der Firma
Sicherstellung des havarierten Behälters in einem Säureauffangbecken
Rettungstrupp in Bereitstellung
Vorbereitung des Dekon-Platzes im Hof der Firma
Dekontamination des Angrifftrupps
Auskleiden des Rettungstrupps
Beendigung der Feuerwehrtätigkeiten nach zweistündigem Einsatz