Schwere Gasexplosion in Wohnhaus

22.10.1984
Bei einer Gasexplosion in einem Zweifamilienhaus mitten in Ditzingen zogen sich eine 80 Jahre alte Bewohnerin lebensgefährliche und eine 75jährige schwere Verletzungen zu. Glück hatte ein neun Jahre altes Mädchen, das ohne Blessuren davon kam. Der Sachschaden beträgt rund 150.000 Mark.
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Als die Frau zurückkam, bot sich ihr ein Bild der Zerstörung. Die Giebelseite des zweigeschossigen Hauses war von der Explosion fast vollständig weggerissen worden. Vom Schaufenster einer gegenüberliegenden Reinigung waren nur noch Scherben übrig, die Jalousie des Geschäfts hing verbogen im Wind. Auch das Dach war beschädigt. Helene Wanek, die in der Reinigung mitarbeitet, berichtet: "Auf einmal war da dieser Schlag. Ich weiß nicht mehr, wie ich nach hinten gekommen bin".


Zur selben Zeit zwickten die Feuerwehrleute die Stromleitungen zum Dach des Hauses ab, "damit es zu keinem Kurzschluß kommt", wie einer der Wehrmänner erklärte. Kreisbrandmeister Trefz leitete die Rettungs- und Bergungsarbeiten der Ditzinger Feuerwehr, die mit 26 Mann angerückt war. Eine Sondereinheit der Kripo Kornwestheim ermittelte vor Ort, um die genaue Ursache des Unglücks herauszufinden. Die Beamten gehen davon aus, dass im Gebäude Gas ausgeströmt war. Auch ein Sachverständiger vom TÜV Stuttgart nahm gestern den Unglücksort in Augenschein. Der Sachschaden an dem Haus wird auf 150 000 Mark geschätzt Bürgermeister Fögen hat mitgeteilt, dass die Bewohner des Unglückshauses im Gebäude der früheren Drogerie Langohr untergebracht werden sollen. Mit Fahrzeugen vom Städtischen Bauhof soll der Umzug „rasch und unbürokratisch" über die Bühne gehen.