Gefährlicher Brand im Fitness-Studio

Gefährlicher Brand im Fitness-Studio

01. November 1996 - 14:06 Uhr

Hoher Sachschaden entstand am Freitag, dem 1. November beim Brand eines Fitness-Studios in der Leonberger Straße. Das Studio über einem Einkaufszentrum brannte dabei fast vollständig aus, es entstand ein Sachschaden in Höhe von mehr als einer Million Mark.

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Mitglieder des DRK Ditzingen bereiteten gerade im Fuchs-Bau das „Allerheiligen-Cafe" vor, als sie kurz nach 14 Uhr starke Rauchentwicklung im gegenüberliegenden Fitness-Studio bemerkten. Über Notruf alarmierten sie sofort die Feuerwehr. Als die Ditzingen Wehr nach wenigen Minuten eintraf, schlugen die Flammen bereits aus mehreren Fenstern im 1. Obergeschoss. Starke Rauchentwicklung und ein gläsernes Vordach erschwerten die Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr.
Die zuerst eintreffenden Kräfte mussten sich gewaltsam Zugang zum Treppenhaus und zum Brandraum verschaffen, um anschließend unter schwerem Atemschutz einen Innenangriff durchzuführen. Über eine Steckleiter gelangten weitere Atemschutztrupps zur Brandbekämpfung über den östlichen Gebäudeteil vor.
Eine Bekämpfung des Brandes über die Drehleiter wurde durch die Glasüberdachung vor dem Supermarkt erschwert. Die Dachkonstruktion im Brandbereich knickte durch die große Hitze ein und musste provisorisch abgestützt werden. Verflüssigtes, heißes Bitumen der Dachisolierung tropfte auf die Atemschutzgeräteträger im Innenangriff. Dank der vor einigen Monaten beschafften neuen Einsatzjacken blieben die Einsatzkräfte zum Glück unverletzt. Bei den Nachlöscharbeiten wurde ein Feuerlöscher gefunden, der um Feuer explodiert war und dabei eine Wand durchschlagen hatte.
Bei den Nachlöscharbeiten entdeckten Einsatzkräfte einen explodierten Feuerlöscher.
Der Brand wütete vor allem im Büroraum und im Thekenbereich des Fitness-Studios. Durch Hitze, Brandrauch und Rußniederschläge wurde jedoch das gesamte Studio schwer beschädigt. Der darunter liegende Supermarkt wurde mit einem Drucklüfter vom Brandrauch befreit. Die dort gelagerten, und verpackten Lebensmittel konnten nicht mehr verkauft werden.
Die Freiwillige Feuerwehr war mit 33 Mann und sieben Fahrzeugen im Einsatz. Bis zum Abend blieb eine Brandwache mit einem Löschgruppenfahrzeug vor Ort.


Florian Kragl