Knapp dem Flammentod entkommen

Knapp dem Flammentod entkommen

04.09.1998

Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am 4. September 1998 auf der A 81 im Bereich der Ausfahrt Ditzingen. Dabei entkam ein Renault-Fahrer nur durch couragierte Ersthelfer dem Flammentod. Ein Limousinenfahrer übersah in Fahrtrichtung Leonberger Dreieck das Stauende. Er fuhr ungebremst auf zwei Kleinwagen auf, ein viertes Fahrzeug wurde in die Karambolage verwickelt. Zwei Fahrzeuge fingen unmittelbar nach dem Aufprall Feuer.

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Der Schwerverletzte Fahrer eines Kleinwagens lag hilflos im brennenden Wrack, die Türen hatten sich beim Aufprall verklemmt. Ein Passant versuchte die Flammen mit seinem Pulverlöscher klein zu halten, während zwei weitere Ersthelfer den Schwerstverletzten durchs Seitenfenster aus dem brennenden Wrack ziehen konnten.
Obwohl die um 18:58 Uhr alarmierte Feuerwehr Ditzingen bei kurzer Anfahrt mit den ersten Fahrzeugen bereits drei (ELW) bzw. vier (TLF 16 und RW 2) Minuten später am Unglücksort eintraf, brannten der Renault und ein weiteres Unfallfahrzeug bereits in voller Ausdehnung. Der aufgerissene Tank des Kleinwagens ermöglichte die rasche Ausbreitung der Flammen.
Ein Rettungsversuch für den Eingeklemmten mit hydraulischem Gerät wäre zum Zeitpunkt des Eintreffens der Feuerwehr zu spät gekommen.
19 Mann waren mit ELW, TLF 16, LF 16 und RW 2 im Einsatz, sie löschten die Flammen unter Atemschutz mit einem C-Rohr und dem Schnellangriff Schaum. Auslaufender Kraftstoff musste abgebunden und die Einsatzstelle für Unfallaufnahmen der Polizei ausgeleuchtet werden. Der schwer verletzte Fahrer kam mit der Rettungshubschrauber ins Krankenhaus, zwei weiter Verkehrsteilnehmer verletzten sich bei der Karambolage. Es entstand ein Sachschaden von 80.000 DM.