Millionenschaden bei Tiefgaragenbrand

27. November 2004 - 22:39 Uhr

Der Brand in einer Tiefgarage erforderte am Samstagabend einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst. Aus bislang ungeklärter Ursache hatten gegen 22:30 Uhr mehrere Fahrzeuge Feuer gefangen. Beim Eintreffen der Ditzinger Feuerwehr bestand ausgeprägte Rauchentwicklung im Bereich der Abluftschächte und der Zufahrt zur Tiefgarage, die meisten Anwohner hatten ihre Wohnungen bereits
verlassen.


Aufgrund des Ausmasses beim Eintreffen forderte Kommandant Peter Gsandner sofort Verstärkung aus allen Stadtteilen sowie von den Nachbarwehren aus Gerlingen, Kornwestheim, Korntal-Münchingen und Ludwigsburg an. Ausgeprägte Hitze und fehlende Sicht beeinträchtigten das Vorgehen der Feuerwehr, zwischenzeitlich mussten alle Einsatzkräfte aus der Tiefgarage zurückgezogen werden. Die vollständige Brandbekämpfung gelang erst nach einer Flutung der Tiefgarage mit Schaum und Wasser.
Nach einer ersten Bilanz fielen etwa 25 Personenwagen den Flammen zum Opfer, wegen der Schäden an der Bausubstanz liegt der gesamte Sachschaden in Millionenhöhe. Die Tiefgarage wurde aus Sicherheitsgründen vollständig abgesperrt. Die Ditzinger Feuerwehr war bis gegen 3:30 Uhr im Einsatz.
Letzte Instruktionen vor dem Innenangriff

Brandobjekt:

Die Tiefgarage in der Ditzenbrunner Straße bietet PKW-Abstellplätze für die Bewohner von 17 Reihenhäusern. Die 32 Stellplätze liegen auf einer Ebene.Etwa 25 Fahrzeuge waren bei Brandausbruch in der Tiefgarage abgestellt.

Alarmierung:

Unzählige Anrufer meldeten ab 22:39 Uhr den Brand mehrerer Fahrzeuge in der Tiefgarage Ditzenbrunner Straße. Nach der Alarm- und Ausrückeordnung rückte der Löschzug Ditzingen zwischen 22:41 Uhr und 22:44 Uhr zunächst mit vier Fahrzeugen aus. Die Abteilung Heimerdingen (22:47), Kreisbrandmeister Arnd Marquard sowie die Abteilungen Hirschlanden und Schöckingen (22:48), die Feuerwehren aus Kornwestheim (23:04), Gerlingen, Korntal-Münchingen (23:12) sowie Ludwigsburg (23:22) werden mit weiteren Fahrzeugen zur Unterstützung bei der Brandbekämpfung nachgefordert.
Rückzug der Trupps im Innenangriff wegen extremer Hitzeentwicklung
Entschluß zur Flutung der Tiefgarage mit Schaum und Wasser

Erstmassnahmen:

Mit Hilfe der Wärmebildkamera können sechs Feuerwehrangehörige den Brandherd nach kurzer Zeit lokalisieren, wegen der extremen Hitze müssen sie nach etwa 30 Minuten den Rückzug antreten. Die Feuerwehr beginnt daraufhin die Tiefgarage über die Abluftschächte und Treppenabgänge mit Schaummittel und Wasser zu fluten.

Brandbekämpfung:

Zur Brandbekämpfung waren insgesamt 40 Feuerwehrangehörige unter schwerem Atemschutz im Einsatz. Sie bekämpften die Flammen mit 7 Schaum- und 6 Wasserrohren. Insgesamt mischten sie mehr als 2000 Liter Schaummittel dem Löschwasser zu. Erst gegen 1:35 Uhr konnte der Einsatzleiter "Feuer aus!" melden. Eine Brandwache blieb auch nach Abschluß der Löscharbeiten bis zum Sonntagvormittag vor Ort.
Nach drei Stunden wird das Ausmaß des Feuers erkennbar

Personenschäden:

Ein Feuerwehrmann verletzte sich bei den Löscharbeiten, er kam zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus. Etwa 30 Anwohner wurden vom DRK in der nahe gelegenen Konrad-Kocher-Schule während der Löscharbeiten betreut.

Brandursache:

Die Brandursache ist bislang ungeklärt, die Ermittlungen erfolgen durch die Kripo Kornwestheim.

Sachschaden:

Nach ersten Schätzungen liegt der entstandene Sachschaden in Millionenhöhe. Etwa 25 Fahrzeuge fielen den Flammen zum Opfer, beträchtlicher Schaden
entstand auch an der Bausubstanz
Eingedrückte Autodächer durch abgeplatzten Beton
Erschwerte Anfahrt durch zugeparkte Straßen
Löschwasser- und Schaummittelentsorgung in der Kläranlage

Eingesetzte Kräfte:


Feuerwehr
112 Kräfte mit 23 Fahrzeugen

Rettungsdienst / SEG
55 Kräfte mit 12 Fahrzeugen

Polizei / Kripo
12 Kräfte mit 6 Fahrzeugen

Notfallseelsorge
4 Kräfte

Zusätzlich Oberbürgermeister Makurath, 1 Statiker und Elektrizitätswerke