Großbrand im Heimerdinger Ortskern

Großbrand im Heimerdinger Ortskern

19.10.1985

Zweiter Großeinsatz der Ditzinger Wehr in diesem Jahr. Am Samstagabend brannte eine Scheuer im Heimerdinger Ortskern völlig aus. Glück für die Anwohner und die Nachbargebäude: Durch das rasche Eingreifen der Ditzinger Wehr wurde ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude verhindert. Dennoch entstand ein Gesamtschaden von rund 80000 Mark. Eine Frau soll bei dem Brand verletzt worden sein.

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Samstagabend kurz vor 23 Uhr: Augenzeugenberichten zufolge schlagen Flammen aus der Scheuer eines ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesens in der Karlstraße 1. Die Heimerdinger Floriansjünger geben Großalarm. Wenig später sind alle vier Abteilungen der Ditzinger Freiwilligen Feuerwehr - zusammen knapp 70 Mann - am Ort des Geschehens eingetroffen. Trotz rascher Brandbekämpfung brennt das Gebäude bis auf die Grundmauern nieder. Binnen Minuten wird die Scheuer in der Ortsmitte, angefüllt mit Brennholz und Stroh, ein Raub der Flammen. Ditzingens Feuerwehrkommandant Kurt Maurer: "Die Scheuer brannte wie Zunder."
Für den Fall, dass der Wind die Flammen in der Karlsfraße 1 geschürt hätte, wären schlimmere Folgen für den Heimerdinger Ortskern möglicherweise nur schwer zu verhindern gewesen. "Nicht auszudenken", so der Ditzinger Kommandant, "was dann passiert wäre." Der Grund für die Besorgnis der Ditzinger Wehr: Die brennende Scheune war an ein Wohnhaus angebaut, unmittelbar um dieses bäuerliche Anwesen standen weitere Scheuern und Gebäude. Eine Katastrophe, hätte uns der Wind einen Strich durch die Rechnung gemacht"
So freilich wurde durch Abschirmen der benachbarten Gebäude der entstandene Gesamtschaden von 80.000 Mark ,,im Rahmen" gehalten. Später musste die Schadenshöhe auf 185.000 Mark korrigiert werden. Abgesehen von einigen Hühnern kam niemand zu Schaden. Die Ursache, die in der Nacht von Samstag auf Sonntag zum Scheunenbrand in Heimerdingen geführt hat, ist bislang unbekannt Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. Spekuliert wird allenthalben. Vermutet wurde eine Brandauslösung durch Feuerwerkskörper, die Jugendliche kurz zuvor gezündet hatten.
Schadensbesprechung